Maras Spendenaktion

Maras Spendenaktion für die Kinder
Ankunft in Lima – Ein neuer Teil meines Lebens!

Im September 2017 begann für mich mein Abenteuer in Peru mit Peru in Farbe. Ich besuchte einen einmonatigen Intensiv-Spanischkurs in Lima und wohnte bei einer  netten Gastfamilie, die mich gleich ganz herzlich aufnahm. Mit der Sprachschule, die mir von Peru in Farbe vermittelt hatte, war ich sehr zu frieden.  Die persönliche Atmosphäre zwischen Lehrern und Schülern und die kleine Anzahl von Teilnehmern in den Kursen ermöglichten es mir, mich intensiv mit der Sprache zu befassen und machten den Kurs zu einer unvergesslichen Lernerfahrung für mich. Ich habe mich jeden Tag gefreut, in die Sprachschule zu gehen und Neues zu lernen. Nach nur einem Monat konnte ich mich bereits auf Spanisch unterhalten. Der Kurs bot mir eine sehr gute Sprachgrundlage für meine Arbeit in meinem Projekt.

Meine Gastfamilie in Trujillo

In Trujillo angekommen brauchte es nicht lange und ich fühlte mich auch hier wieder ganz zu Hause.  Auch Becker, mein Koordinator vor Ort, empfing mich mit offenen Armen. Vor allem in den ersten Wochen half er mir sehr, mich gut in meinem Projekt einzufinden. Mit ihm hatte ich jederzeit einen Ansprechpartner und Freund, der mir auch vieles über die peruanische Kultur und ihre Traditionen erzählen konnte. Bei einer peruanischen Gastfamilie zu wohnen bedeutete für mich, mein Spanisch deutlich zu verbessern und richtig in den peruanischen Alltag einzutauchen.

 

Familie hat in Peru eine sehr große Bedeutung und so wurde ich vom ersten Tag an als neues Familienmitglied aufgenommen. Jeden Morgen begrüßte mich Theo, mein Gastvater, mit einem strahlenden Lächeln und einem Kuss auf die Stirn: „Buenos Dias, Hijita“, was so viel bedeutet wie „ Guten Morgen, Töchterchen“. Auch die vielen interessanten Gespräche am Abendtisch oder unsere tollen Ausflüge werde ich nie vergessen.

 

Mein Freiwilligendienst

Mitte Oktober fing ich mit meiner Freiwilligenarbeit bei Mundo de Niños an, einem Kinderhaus in Huanchaquito. Es lag ca. eine halbe Stunde mit dem Bus von der Stadt Trujillo entfernt.  Vier unvergessliche Monate habe ich hier mit den Kindern von Mundo de Niños verbracht.  Eine der schönsten Zeiten meines Lebens.  Über die Monate verteilt habe ich mit den Kindern verschiedene Aktivitäten, Projekte und Aktionen realisieren können. Zum Beispiel ein Tanzprojekt, Müllsammeln am Strand und Plätzchenbacken um die Weihnachtszeit.

 

Am Ende startete ich  noch eine Spendenaktion unter Freunden und Familie in meiner Heimatstadt. Mit dem gesammelten Geld konnte ich den Kindern neue Matratzen, einen Besuch beim Zahnarzt und neue Hygieneartikel finanzieren. Außerdem denke ich immer gerne an die vielen schönen Stunden zurück, die wir tanzend auf dem Innenhof oder am Strand mit dem Bauen von Sandburgen verbrachten. Die Vertrautheit zwischen den Kindern und Tutoren bzw. Professoren wuchs mit der Zeit immer mehr und so wurde ich schnell Teil der großen Familie von Mundo de Niños. Schon nach kürzester Zeit wurde der Alltag der Kinder auch schon bald zu meinem Alltag.

 

Mein Tagesablauf

Von Oktober bis Dezember hatten die Kinder bis ca. 13:30 Uhr Schule, sodass ich meistens nach dem Mittagessen dazukam. An den Vormittagen nahm ich entweder weitere Spanischstunden,  machte Sport oder bereitete mich auf die Arbeit mit den Kindern vor. Diese Zeit nutzte ich auch, um mir neue Aktivitäten mit den Kindern auszudenken. Sobald ich mich dem „ Casa Hogar“ näherte, wurde ich mit freudigen Rufen der Kinder und lautem Hundegebell begrüßt. Nachmittags half ich den Kindern bei ihren Hausaufgaben. Manchmal spielten wir aber auch Konzentrationsspiele oder tanzten gemeinsam Hip Hop.

 

Mit ein paar der Jungs machte ich einmal täglich eine kleine Lerntherapie. Durch spielerisches Lernen konnten die Jungs so ihre Imagination und kognitiven Fähigkeiten weiterentwickeln. Mit den letzten Sonnenstrahlen der Abendsonne ging es dann zum Kicken auf den Fußballplatz. Gegen 19 Uhr fuhr ich dann in der Regel zurück zu meiner Gastfamilie. Im Sommer (Januar/ Februar) hatten die Kinder Ferien und deshalb auch vormittags frei und so verbrachte ich auch manchmal ganze Tage bei ihnen. Ich begleitete sie zu den Surfstunden oder wir spielten im Innenhof.

 

Meine Arbeit als Freiwillige hat mich auf so vielen verschiedenen Ebenen bereichert und persönlich reifen lassen, sodass ich eine Freiwilligenarbeit mit Peru in Farbe sehr empfehlen kann. Dank der Kinder habe ich sehr vieles über das Leben und vor allem über mich selbst gelernt.  Sie haben mich an ihrem Leben teilhaben lassen und sind Teil meines Lebens geworden.

 

Los mejores deseos de Alemania!

 

Eure Mara