Mia im Kinderheim

Mia im Kinderheim
Meine Peru-Reise!

Von August bis Dezember letzten Jahres habe ich in Trujillo bei einer peruanischen Gastfamilie gelebt. Es war eine unvergessliche Erfahrung, da ich dadurch die Chance bekommen habe, das Land Peru sehr gut kennen und lieben zu lernen.Ich habe den ganz normalen Alltag in einer peruanischen Familie miterlebt. Mit meiner Gastmutter Olinda ging ich morgens oft auf den Markt, was schon ein besonderes Erlebnis für mich war. Auch die tägliche Busfahrt nach Huanchaquito ans Meer zu meinem Projekt im Kinderheim „Mundo de Niños“ war jedes mal ein Abenteuer. All das vermisse ich jetzt schon! Meine Gastfamilie und mein Einsatz bei „Mundo de Niños“ sind das beste, was mir in Peru hätte passieren können.

Mit der Familie

haben wir viele schöne Momente geteilt, wie Geburtstagsfeiern und Familienbesuche in Chimbote. Ich vermisse es beispielsweise, von den kleinen Mädchen der Familie „Tía Mia“ („Meine Tante“) genannt zu werden. Auch im Kinderheim „Mundo de Niños“ habe ich vier wunderbare Monate verbracht. Dieser Ort hat mich sehr beeindruckt, da alle wie eine große Familie miteinander umgehen, egal ob Tutoren, Lehrer oder Kinder.

 

Ich weiß dies zu schätzen, da ich eine Zeitlang auch in einem anderen Heim in Trujillo gearbeitet habe und ich leider feststellen musste, dass die Kinder dort in meinen Augen nicht sehr liebevoll behandelt wurden. Im Kinderheim in Huanchaquito dagegen herrscht eine ganz besondere Atmosphäre – voller Liebe und Zuneigung, weshalb ich auch gerne am Wochenende zu den Kindern und Mitarbeitern gefahren bin, um die freien Tage gemeinsam zu genießen. Ich sehe es als großes Glück an, bei der tollen Arbeit von „Mundo de Niños“ mitgeholfen zu haben. Zudem wurde mir sehr viel Freiraum geschenkt und ich hatte als Freiwillige stets das Gefühl, gebraucht zu werden. Ich weiß, dass auch das nicht selbstverständlich ist, da ich viele Freunde habe, die mir oft das Gegenteil von ihrer Freiwilligenarbeit in den unterschiedlichsten Ländern geschildert haben.

 

In meinen vier Monaten habe ich mit den Kindern des Heims verschiedene Kunstprojekte durchgeführt und wir waren stets gemeinsam kreativ.  Oft haben wir große weiße Blätter mit vielen bunten Farben gestaltet, aus denen kleine Meisterwerke entstanden sind. Außerdem haben wir am Strand selbstgebaute Drachen steigen lassen, die Wände des Innenhofs mit bunten Elefanten bemalt und vieles mehr. Genaueres über meine Arbeit und meine Zeit mit den Kindern kann man auch auf meinem Blog nachlesen. Auch die zahlreichen, ganz kleinen und alltäglichen Momente waren immer wunderschön. Wir haben zusammen Mittag gegessen, oder in der Sonne im Innenhof gespielt und oft gemeinsam Zeit verbracht. Denn das ist meiner Meinung nach das wichtigste: Den Kindern seine Zeit schenken. Ich habe den Kindern so viel ich konnte von mir gegeben und gleichzeitig so vieles von ihnen zurück erhalten. Ich blicke sehr glücklich auf meine Erfahrungen und Erlebnisse bei „Mundo de Niños“ zurück und kann jedem empfehlen, der bereit ist, seine Zeit diesen Kindern zu schenken, dort als Freiwilliger mitzuhelfen.

 

 

Peru in Farbe

Was ich an Peru in Farbe toll finde ist, dass diese Organisation meiner Meinung nach transparenter ist als viele größere Organisationen. Peru in Farbe konzent riert sich auf ein paar ausgewählte Orte in Peru mit jeweiligen einheimischen Ansprechpartnern für die Freiwilligen, was ich sehr bemerkenswert finde. Da mein Koordinator (Becker Alvarez) nach meiner ersten Woche in Peru für drei Monate in die Schweiz gereist ist, fehlte mir der erste Ansprechpartner vor Ort. Vorallem weil Becker und ich uns großartig verstanden haben war dies schade. Allerdings freue ich mich auch sehr für ihn, dass er so eine aufregende Reise erleben durfte und letztendlich muss man sich in Peru und allgemein in Südamerika auf spontane Planänderungen einstellen. Am Ende habe ich es auch so geschafft und bin sehr glücklich, gegen Ende meines Peru-Aufenthaltes mit meinem Koordinator Becker noch eine tolle Reise nach Cajamarca unternommen zu haben.

 

Alles in allem war es eine unvergessliche Zeit in Peru, die besonders durch meine Arbeit mit den Kindern und die liebenswerte Gastfamilie geprägt worden ist.

 

Mia
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