Julie in der Schule

Julie in der Schule
Meine Eindrücke

von meiner Reise mit Peru in Farbe sind extrem positiv. Nachdem ich mit dem Bus von Lima nach Chiclayo gefahren bin, wurde ich dort von Oscar, meinem Ansprechpartner vor Ort, nach Túcume begleitet. Hier werde ich die nächsten 3 Monate bleiben, um einen Freiwilligendienst zu absolvieren.

 

 

Von Anfang an

wurde ich sehr herzlich in meiner Gastfamilie aufgenommen und verstehe mich mit allen Familienmitgliedern bestens. Maria, meine Gastmutter, hatte zwar zu Beginn immer wieder Bedenken, dass es mir in ihrem Haus an etwas fehlen könnte, doch nach einigen Gesprächen mit ihr verstand sie, dass mir Komfort nicht wichtig ist. Ganz im Gegenteil: Ich finde es z.B. spannend, zu erleben, dass fließendes Wasser nicht selbstverständlich und ein Privileg des Teiles der Welt ist, in dem ich aufgewachsen bin. In einigen Familien gibt es Wasser beispielsweise nur sehr unregelmäßig am Tag. Mit meiner Gastschwester Mireya unternehme ich sehr viel. Sie nimmt mich mit auf Geburtstage von ihren Freunden, zum Sporttraining, auf Erkundungstouren rund um Túcume, zum Shoppen, usw. Viele Möglichkeiten also, in das peruanische Leben einzutauchen und die Kultur kennen zu lernen. Ich habe durch Mireya und Oscar bereits viele Freunde gefunden mit denen ich mich regelmäßig treffe und austausche. Mein Gastbruder Jesus ist zwar aktuell in Lima, kümmert sich aber trotzdem sehr viel um mich und erkundigt sich regelmäßig bei mir, wie es mir geht. Es ist schön zu sehen, dass sich die Leute für einen interessieren und bereits nach wenigen Wochen ein gewisses Heimatgefühl in mir aufkommt.

 

 

An der Dorfschule

„Las Reynosas“, wo ich in den nächsten Monaten unterstütze, läuft es ebenfalls sehr gut. Die Herausforderung ist, dass man nie genau weiß, wie sich der Schultag entwickeln wird und man oftmals ganz spontan entscheiden muss, wie man die Schüler beschäftigt. Ich merke bei meiner Arbeit, dass mir mein Lehramtsstudium zu gute kommt. Was man hier sicherlich lernt ist Flexibilität, Spontanität und mit Herausforderungen umzugehen. Die Zusammenarbeit mit den Kindern ist einfach wunderbar. Sie geben einem so viel zurück und sind extrem offen, herzlich und brauchen viel Aufmerksamkeit und Liebe. Ich mag sie alle sehr und bin glücklich darüber, hier helfen zu können. Ein klassischer Schultag sieht dann meistens so aus: Wir kommen um 8 Uhr an, die Kinder frühstücken und beten und dann beginne ich den Unterricht mit den Großen (4.-6. Klasse). Danach gehe ich zu den Kleinen rüber, die noch etwas mehr Hilfe beim Lernen benötigen und unterrichte dort. Ich helfe bei allen anfallenden Aufgaben mit, bis dann um 13 Uhr die Schule endet. Darüber hinaus sind wir jeden Dienstag mit der Schule im Museum. Dort werden die Kinder von den Pädagogen betreut und arbeiten an unterschiedlichen Projekten. Die Großen lernen z.B. den Tanz der Diabolitos und fertigen für diesen traditionellen Tanz die entsprechenden Masken an.

 

 

Die Betreuung von Oscar

war vom ersten Tag an sehr angenehm. Er leistet wirklich eine tolle Arbeit. Wann immer mir etwas auf dem Herzen liegt, hört er zu, fragt nach und gibt mir hilfreiche Tipps. Wir verstehen uns super und hin und wieder esse ich auch gemeinsam mit ihm und seiner Familie. Letzte Woche erst waren wir alle zusammen bei seiner Tante auf dem Land und haben nochmal eine ganz andere Seite Perus kennengelernt. Durch ihn erfahre ich auch viel über das Leben und die Kultur vor Ort.

 

Ich habe eine tolle Zeit hier und möchte mich bei allen Bedanken, die diesen Aufenthalt für mich schon jetzt zu einem tollen Erlebnis machen.

 

Julie
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