Peru im Ausnahmezustand

— Peru im Ausnahmezustand

Präsident Martin Vizcarra kündigte am Abend den Erlass eines obersten Dekrets an, mit dem für 15 Kalendertage der nationale Notstand ausgerufen wird. Ziel ist es weitere Infektionen mit dem Coronavirus zu verhindern. Diese Bestimmung bezieht die obligatorische soziale Isolation der gesamten Bevölkerung mit ein. Das bedeutet, dass zwar keine erwartete Ausgangssperre angeordnet wurde, wohl aber Versammlungen von Gruppen mit höherer Personenzahl eingeschränkt werden. So sollten auch Familienfeiern möglichst unterlassen werden, um die Verbreitung des Virus zu reduzieren.

Präsident ruft den Ausnahmezustand aus

Mit dem Erlass werden internationale Flügen aus Europa und Asien, ab Montag dem 16. März, 00:00 Uhr ausgesetzt. Befristet ist dies auf einen Monat. Eine Verlängerung ist möglich. Auch Grenzübergängen auf dem Landweg werden geschlossen.

Das verfassungsmäßige Recht auf freien Transit wird eingeschränkt. Viele Unternehmen werden geschlossen. Ausnahmen sind Apotheken, Banken und gewerblichen Einrichtungen für Produkte des Grundbedarfs, z.B. Lebensmittel. Die Streitkräfte Perus werden die Sicherheitsaufgaben unterstützen.

„Es wird häusliche Quarantäne für Menschen geben, die Symptome des Coronavirus haben“, sagte Vizcarra und kündigte eine außerordentliche Prämie für das Personal des Gesundheitswesens an.

Am Samstag hatte Vizcarra die Bürger aufgefordert, an diesem Wochenende keine öffentlichen Veranstaltungen oder geselligen Zusammenkünfte zu besuchen, um die Verbreitung des Coronavirus zu verringern. Wie man vielen Videos in den Medien sehen konnte, hat die jüngere Bevölkerung das nicht eingehalten und sich über die Anordnungen hinweg gesetzt. Das wird nun sicher strenger geprüft werden.

In seinen sozialen Netzwerken hatte Vizcarra versichert, dass die Regierung sich fortlaufend in Sitzungen befindet, um sich um den außerordentlichen Notfall des Coronavirus zu kümmern, und dass die zu ergreifenden Maßnahmen nicht die Schließung von kommerziellen Einrichtungen des Grundbedarfs, Apotheken oder Banken in Betracht ziehen werden. Man kann also weiterhin einkaufen gehen so lange da Angebote existieren.

Innenminister Carlos Morán sagte, dass die von Präsident Martín Vizcarra angekündigten Maßnahmen ab Montag, dem 16. März, 00:00 Uhr in Kraft treten werden. Der inländische Transport wird bis Montag um 23.59 Uhr in Kraft sein“, sagte er.

Carlos Morán sagte, dass die Streitkräfte die Polizei bei der Einhaltung der auferlegten Einschränkungen unterstützen werden. Es ist also zu erwarten, dass diese verstärkt auf den Straßen anzutreffen sind. Mit verstärkten Kontrollen ist zu rechnen. Der Innenminister fügte hinzu, dass Mitarbeiter des Gesundheitswesens, der Polizei, des Militärs, Journalisten und des öffentlichen Dienstes garantiert an ihrer Arbeit teilnehmen können.


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