Lara im Pyramiden-Projekt

Lara im Pyramiden-Projekt
Mein Reisebericht

Peru in Farbe – das kreiert ein farbenprächtiges Spektakel in meinem Kopf und wer Peru nur aus dem Fernsehen kennt, käme kaum auf die Idee, dass Peru auch noch aus etwas anderem als den Nasca-Linien und Machu Picchu bestehen könnte. So ist es für mich gewiss ein Schock gewesen, als ich eines morgens im bequemen Bus von Lima nach Chiclayo aufgewacht bin und eine Wüste um mich herum erblickt habe! Erster Schock verdaut, doch weitere sind gefolgt: In der Wüste ist sehr viel Müll gewesen und es waren viele ärmliche Behausungen zu sehen! Das alles ist für mich ein großer Kulturschock gewesen, obwohl ich mich darauf vorbereitet habe! Etwas verstört bin ich dann aber in gut in Chiclayo angekommen, wo ich zunächst von eifrigen Taxifahrern empfangen worden bin.

 

Willkommen

Zum Glück bin ich dann aber bald von Oscar, meinem Ansprechpartner von Peru in Farbe „errettet“ worden, der mich mit meiner Gastschwester Krizzia abgeholt hat. Zusammen sind wir in einem Minibus nach Túcume gefahen, was an sich schon ein tolles Erlebnis gewesen ist. Ein voller Bus mit peruanischem Fernsehen und landestypischer Musik. Dort angekommen bin ich wunderbar freundlich von meiner Gastfamilie aufgenommen worden, auch wenn ich sie zunächst nicht genauer kennenlernen konnte, da ich durch meine Erkältung etwas verhindert gewesen bin. Das war der Grund, weswegen ich in der ersten Woche nicht mein Praktikum antreten konnte. Doch schon in der nächsten Woche habe ich voll durchstarten können! In der offenherzigen Familie habe ich mich schnell eingelebt und mit meinen 3 Gastschwestern habe ich mich wunderbar verstanden! Sie haben mir viel gezeigt und mich bei meinen Wochenendausflügen unterstützt! Außerdem haben sie mich über Ostern mit zu ihrer Familie nach Chiclayo genommen, wo ich mich richtig wie ein Familienmitglied gefühlt habe!

 

 

Projekt

Das Praktikum an sich ist auch sehr interessant gewesen. Da zu meiner Zeit keine Ausgrabungen stattgefunden haben, säuberte und beschilderte ich Fundstücke aller Art. Darunter hat es Keramiken, Scherben, Quarze, Metalle, Schmuck aus Metallen, Muscheln und Knochen, und auch fast vollständige Skelette von Tieren, manchmal sogar Teile von Menschen gegeben. Des Weiteren habe ich viele Pflanzenteile, Textilien, Werkzeuge und Mauerreste zu Gesicht bekommen. Meine Kollegen haben mir zu jeder Sache viel erzählt, die kulturellen Unterschiede der verschiedenen Epochen erklärt und Funktionen und Symbolik von Fundstücken erläutert. Zudem hat einer von ihnen mich persönlich zu den Pyramiden gebracht und mir alles Wissenswerte zu ihnen erzählt. Im Praktikum habe ich viel gelernt und es hat mich darin bestätigt, Archäologie zu studieren.

 

Doch nicht nur Tùcume und das Museum habe ich gesehen. Am Wochenende habe ich die Zeit dazu genutzt, die wirklich interessante Umgebung zu besichtigen! So kam ich zu dem Schluss, dass Peru durchaus „Farbe“ besitzt! Nämlich jede Menge Charakter und Kultur. Die Menschen haben mir ihre Kultur offenbart, die offen, herzlich und voller Leben ist. Das Museum hat mir aufgezeigt, dass der Norden Perus eine vielschichtige und interessante Kultur zu bieten hat, die Jahrhunderte zurückreicht. Und die Umgebung hat mir gezeigt, dass es nicht nur Wüste gibt, sondern auch Wälder, Tiere, Pyramiden und jede Menge Reisfelder.:D

 

 

Peru in Farbe

Begleitet und beraten worden bin ich dabei, wie schon vor meiner Reise, durch die Koordinatoren von Peru in Farbe, Oscar als Ansprechpartner vor Ort in Tùcume und Eduardo in Lima, in dessen Pension ich die ersten Tage mit seiner freundlichen Familie verbracht habe. So hat das anfangs etwas „blasse“ Peru Farbe bekommen, die es für mich auch nie verlieren wird. Durch Peru in Farbe habe ich das Land auf eine Weise kennen und lieben gelernt, wie es durch bloßen Urlaub nicht möglich gewesen wäre.

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